Der Begriff des Substanzwertverfahrens klingt vielleicht zunächst etwas trocken und technisch, aber genau hier liegt die Faszination. Diese Methode hat Charme, den gerade Zahlenliebhaber schätzen. Das Substanzwertverfahren macht uns klar, dass es im Finanzbereich nicht nur um Gewinne und Gewinne und… Gewinne geht. Es geht darum, den echten, greifbaren Wert eines Unternehmens zu erkennen. Willkommen in einer Welt, in der Beton, Maschinen und Einrichtungsgegenstände neuem Glanz verliehen wird.
Was versteht man unter dem Substanzwert?
Das Substanzwertverfahren ist nicht nur ein weiterer Fachbegriff. Hier geht’s ans Eingemachte, buchstäblich. Wenn Sie die finanziellen Bauchmuskeln eines Unternehmens prüfen möchten, dann tun Sie das mit dem Substanzwert. Schauen Sie auf die harten Fakten: Immobilien, Maschinen, Büroausstattung. Alles was einen realen, fassbaren Wert hat. Verwaltungsgebäude, Produktionshallen, Fuhrpark oder auch die neusten Maschinen aus dem letzten Jahrhundert: All diese Werte werden erfasst. Diese Methode verleiht Dingen ein Gesicht, die uns oft unbemerkt bleiben.
Wie wird der Substanzwert berechnet?
Jetzt zur magischen Formel: Zum Glück braucht man hier keinen Doktor in höherer Mathematik. Alles dreht sich um Aktiva minus Passiva. Wir nehmen die Summe aller Vermögenswerte und ziehen die Schulden ab. Fällt Ihnen etwas auf? Kein Bierdeckel-Kopfrechnen, sondern solider Taschenrechner. Gerechnet werden also die eigenen Vermögenswerte (die sogenannten Aktiva) und von diesen ziehen Sie alle bestehenden Verbindlichkeiten ab. Was übrig bleibt, ist bares Geld, zumindest theoretisch.
Wann ist das Substanzwertverfahren sinnvoll?
Gerade in Zeiten, in denen viel über spekulative Bewertungen gesprochen wird, sehnt man sich nach greifbaren Fakten. Das Verfahren ist wie gemacht für Unternehmen, die ausnahmsweise mal weniger mit kreativen Ideen und mehr mit reeller Substanz punkten wollen. Denken Sie an Industrieunternehmen mit gewaltigen Maschinenparks oder an Reedereien mit riesigen Flotten. In solchen Fällen ist der Substanzwert Gold wert, da er den echten, physischen Reichtum sichtbar macht. Es ist das Mittel der Wahl, wenn das Potenzial aus Materiellem herausgelesen werden soll.
Worin unterscheidet sich das Substanzwertverfahren von anderen Bewertungsmethoden?
Der kleine, aber entscheidende Unterschied zu anderen Methoden wie dem Ertragswertverfahren liegt in der Konzentration auf den realen Wert. Anders als bei der Ertragswertmethode, die zukünftige Gewinne im Blickfeld hat, steht beim Substanzwertverfahren die Gegenwart im Fokus. Hier zählen die tatsächlich vorhandenen Werte, nicht die Träume und Hoffnungen. Es ist wie der Unterschied zwischen „Was habe ich wirklich?“ und „Was könnte ich haben?“ Eine erfrischende Klarheit, oder?
Welche Herausforderungen und Grenzen hat das Substanzwertverfahren?
Klingt bis hierher nach dem wahren Helden unter den Bewertungsverfahren? Vielleicht. Aber auch Helden haben Schwächen. So bleibt auch beim Substanzwertverfahren kaum Raum für immaterielle Werte. Was ist mit dem Markenwert? Dem Know-how der Mitarbeiter? Hier bleibt das Verfahren stur. Und genau das macht es weniger geeignet, wenn Unternehmen hauptsächlich auf diesen „weichen“ Faktoren aufgebaut sind. Ein bisschen wie eine Waage, welche die Luft ignoriert.
Danach wird auch oft gesucht:
Ertragswertverfahren, Unternehmensbewertung, Vermögenswerte, immaterielle Werte, Bilanzanalyse, Firmenwert, Goodwill, Finanzkennzahlen, Investitionsanalyse.
Verwandte Begriffe
- Wie funktioniert das Asset-Liability-Management?
- Wie funktioniert das Kapitaldeckungsverfahren?
- Wie funktioniert das Lastschriftverfahren in der Versicherung?
- Wie funktioniert das Versicherungswertberechnungsverfahren?
- Wie funktioniert der Verlustrücktrag?
- Wie funktioniert die Akquisition in der Versicherungsbranche?
Alle Begriffe im Glossar · Themenbereich: Finanzen und Kapitalmanagement