Überversicherung ist ein Begriff, den man im Versicherungsbereich eher meiden sollte. Es mag verlockend klingen, mehr abgesichert zu sein, als nötig, jedoch steckt hier der Teufel im Detail. Doch was bedeutet das genau?
Warum ist Überversicherung problematisch?
Die Idee, mehr Schutz zu haben, als tatsächlich notwendig ist, scheint zunächst beruhigend. In Wahrheit führt Überversicherung dazu, dass man mehr zahlt, als man im Schadensfall tatsächlich erstattet bekommt. Es ist ein bisschen wie mit einem riesigen, unbenutzten Handtuch: Es nimmt Platz weg, doch weiß niemand so recht, warum es da ist. Versicherer erstatten nämlich nur den tatsächlichen Schaden oder den Verkehrs- bzw. Zeitwert. Alles darüber hinaus ist für die Katz.
Wie entsteht eine Überversicherung?
Überversicherung kann aus verschiedenen Gründen entstehen. Häufig geschieht es, wenn Policen nicht regelmäßig überprüft und an aktuelle Lebensumstände angepasst werden. Beispiel: Man versichert einen Hausrat über den Neuwert, obwohl die Sachen schon älter sind. Versicherungsvertreter können ebenfalls zu großzügigen Abschätzungen neigen, um Provisionen zu maximieren. Es ist fast, als würde man eine Regenjacke für die Wüste kaufen: passt nicht ganz.
Welche Unterschiede gibt es zur Unterversicherung?
Der schmale Grat zwischen Unter- und Überversicherung ist delikat. Während einerseits zu wenig Versicherungsschutz schwerwiegende finanzielle Lücken reißen kann, droht bei Überversicherung unnötige Geldausgabe ohne zusätzlichen Nutzen. Man stelle sich das wie die Wahl zwischen einem Regenschirm zu jeder Zeit oder gar keinem vor: Beide Szenarien sind lästig.
Was kann man gegen Überversicherung tun?
Der Schlüssel ist, seine Versicherungen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Fragen Sie sich, ob der aktuelle Versicherungsschutz den Ist-Zustand angemessen abdeckt. Vielleicht gibt es mittlerweile bessere Angebote bei anderen Anbietern? Verträge aus alten Tagen könnten heute nicht mehr sinnvoll sein. Maß halten ist die Devise, ganz so als würde man Gardenien im Winter gießen: nur so viel, wie wirklich notwendig ist.
Gibt es rechtliche Rahmenbedingungen zur Überversicherung?
Ja, in Deutschland ist die Gesetzeslage ziemlich klar: Eine Versicherung muss im Schadensfall nicht mehr zahlen, als tatsächlich notwendig ist. Das schützt vor überhöhten Leistungen und regelt den praktikablen Umgang. Es wäre sonst so, als würde man immer die teuerste Jeans bezahlen, um dann die simple zu tragen. Da gibt es elegantere Lösungen.
Wie kann man erkennen, ob man überversichert ist?
Fragen Sie sich einfach, wann Sie das letzte Mal die Police gelesen haben. Liegen die Deckungssummen über dem derzeitigen Bedarf? Passt die Versicherungssumme zum aktuellen Marktwert der versicherten Gegenstände? Nichts ist ärgerlicher, als für etwas gut zu zahlen, das letztendlich ins Leere geht, wie Karten für eine ausgefallene Show.
Danach wird auch oft gesucht:
Unterversicherung, Versicherungssumme, Schadensregulierung, Hausratversicherung, Neuwertversicherung, Zeitwertversicherung, Versicherungsschutz, Versicherungsvergleich, Policenüberprüfung
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